Bioland-Imkerei Alte Werkstatt
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Feine Magazine: Dadantschreinerei (Modified Dadant)

Dadant modified - Magazine- Brutraum Modified Dadant-12er-Brutraummagazine - das Frühjahr kann kommen

Bienen brauchen eine bienengerechte Bienenwohnung.

 

Der Imker braucht langlebige, möglichst einfach zu handhabende Beuten, die auch dem Betrachter gefallen. 

 

Beutenbau 2015: Ein Ausschnitt aus der Werkstattarbeit

Holzauswahl und Holzkauf-mind. 2jährige Lagerung-Längszuschnitt-Abrichten-Zuschneiden der Bretter zum Verleimen-Verleimen-Dickenhobelmaschine-Aussschneiden des Wabenfalzes-Zuschneiden auf exakte Länge-Zinkung-Korpusverleimung-Feinschliff-Grundierung mit Leinöl-Heißwachsen mit Bienenwachs von Böden und Futtertrögen-mehrmaliges Lasieren der Korpusaußenteile-Nummerierung mit Einschlagstempel-Einbrennstempel. Endlich fertig!

 

Zu den Details:

 

Griffeinfräsung seitlich:

Längsbau, kein Verrutschen der Waben beim Abheben. Bei Reihen-aufstellung weniger Angriffsfläche für den Specht. Und, immer wieder gibt es Völker, bei denen zurückkommende Flugbienen- bei einer frontal ange-brachten Griffeinfräsung- zuerst die Griffeinfräsung ansteuern und dann abwärts zum Flugloch marschieren.

 

Flugloch, seitlich rechts:

Bei südöstlicher Aufstellung hat der Bien die Morgensonne, Bien orientiert sich gerne auf eine Seite, kein überdimensioniertes Flugloch. Leichter zu verteidigen, doch ausreichend breit für Hochbetrieb am Flugloch. (In den letzten Jahrzehnten herrschte in der Imkerei nicht nur die Tendenz zu viel Raum zu geben, sondern auch die Fluglöcher viel zu groß zu gestalten.)

 

Geschlossener Boden:

Einfacher zu bauen, langlebiger, praktikabler, langjährig alltagstauglich. Und, es ist schlecht einsehbar, einerseits die Bienenwohnung oben zu isolieren und unten auf zu machen. Varroakontrolle: Puderzuckerglas. Und, beobachten, mit den Bienen leben. Und, falls Sie mit AS arbeiten: Den Wirkungsgrad können Sie relativ verlässlicher daran ablesen, wie viel täglich verdunstet, als daran, wie viel Milben fallen.

Zuletzt: Sind Sie Anhänger des hohen Gitterbodens: Dann bleiben Sie dabei. Es gibt auch gute Argumente dafür.

 

 

(Begrenzter) Rückblick ohne Zorn:

 

Imkerei in Oberschwaben und bei uns

 

 

Mein Vater, dr Schreinersepp, hat sich zeitlebens mit der Bienenschreinerei beschäftigt, als Imker und Schreinermeister. Sein ursprüngliches Wabenmaß: Schwäbisch Lagerbeute, mit halbhohem Honigaufsatz. Um nur noch mit einer Wabengröße zu hantieren, baute er seine Imkerei völlig neu auf Schwäbisch Lagerbeute, breit. Weiterer Vorteil: Brutwaben konnten zu Beginn der Frühtracht umgehängt werden, das Brutnest entlastet, Bienen in den Honigraum über's Absperrgitter gezogen werden.

 

Der Brutraum der doppelwandigen Holzbeute mit Zwischenisolierung aus Styropor konnte im Warmbau bis auf 15 Waben erweitert werden. Hinten war er durch ein "Wabenfenster" abgeschlossen, hinter dem wiederum eine Filzmatte Wärmeverluste verhinderte. Im Frühjahr gab's den Baurahmen vor's Fensterlein, so dass die Bauaktivität und gleichzeitig die Schwarmlust eines Volkes daran abgelesen werden konnten. Nachdem im Spätsommer 10 kg Zucker flüssig -im 1l fassenden Thüringer Futterballon-eingefüttert worden waren, gab's im Frühjahr zuweilen kleinere Reizfütterungen. In den 60er/70er und 80er-Jahren war eine gelungene Durchlenzung noch die Kernaufgabe des Imkers, während es heutzutage eine gute Spätsommerpflege und Einwinterung ist.

 

Je wichtiger die Spätsommerpflege, umso größer wurden die verabreichten Futtermengen, umso rationeller wurde die Fütterungstechnik, umso größer wur-den die Futtertröge. Damit einher ging die Forcierung der zweiräumigen Über-winterung.

 

Nachdem in den 70ern die alte, zuweilen stechwütige Landbiene ausgemerzt worden war und durch die sanfte Carnica ersetzt, kam in den 80ern der neue Imkertrend: Magazinbetrieb, zweiräumiger Brutraum, raus aus dem Bienenhaus, mindestens 20kg-Futtervorrat, Raum geben.Die Bieneninstitute gaben sich wieder Mal als Trendsetter. Zander war out, Amerika's Magazinimkerei war in: Es winkten bisher nicht dagewesene Honigerträge mit brutfreudigen Königinnen: Magazinbetrieb statt Wabenhandling. Ganz vergessen wurde dabei, dass die große Schar der Imker Liebhaberimker sind, die sich ihre freie Zeit  bewusst und gerne nehmen für die Bienenpflege und dass sich Bienenvölker nicht in explosions-artigen Magazinschritten entwickeln, sondern stetig. Und dem entspricht imke-reitechnisch das Zuhängen oder Wegnehmen einzelner Waben.

 

Die "Betriebsweise" Bruder Adam's, der als Junge aus Biberach nach Buckfast kam, faszinierte mich zu Beginn der 80er- Jahre. Alles möglichst einfach, aber zuvor sehr durchdacht, mit brutfreudiger, neuer Biene. Beutenmaß: Dadant. Bruder Adam's Angaben hierzu in "Meine Betriebsweise" sind "großzügig": Quadratisch, Außenmaße: 50.5x50.5x30,5 cm. Honigraum: halbe Höhe. Waben: mit Schlitz zum Einlöten oben, vierfach quer gedrahtet. Adamfütterer: Aufstieg mittig. Boden mit Außenfalz.

 

War die Tracheenmilbe noch die Herausforderung bei Bruder Adam's Anfängen als Imker, so war es später die Nosema für die Imkergeneration meines Vaters, und für uns ist es die Varroamilbe, deren Virulenz im Raum Ravensburg um das Jahr '83 so offenkundig wurde, dass keiner mehr dran glaubte, man könne die Milbe "aussperren", denn sie hielt sich nicht an Sperrbezirke. Die Milbenbe-kämpfung in einem Brutraum, halbhohe Honigwaben, die mit dem Bekämpf-ungsmittel meiner Wahl, der Ameisensäure, nicht in direkten Kontakt kämen, bestärkten mich darin, mit Modified Dadant zu beginnen.

 

Es gibt, vor allem in Deutschland einige unterschiedliche Wabenmaße, jedes auf seine spezielle Art sach-und bienengerecht, mit Vor-und Nachteilen behaftet. Es gibt nicht das beste Wabenmaß. Entscheidend ist immer, wie der Imker mit seiner Beute arbeitet.

 

Zum Dadantmaß (Modified Dadant, angelehnt in der Wabenlänge an Lorenzo Langstroth's Wabenmaß:Die Yankees handeln unkompliziert.):

 

Wabenmaße außen, ohne Ohren: 44,8x28,5 cm. Wabenohren: 17 mm. Oberträger, Gesamtlänge: 48,2 cm.

Bee-Space (Bienenabstand): 8 +-2 mm.

 

Dies sind die feststehenden Maße, die beim Dadantbeutenbau -weitgehend-  von allen Herstellern eingehalten werden. Alles andere -Holzstärke der Beute, Höhe des Honigraumes- wird unterschiedlich gehandhabt. 

 

 

 

Dadant Modified Beuten      aus der Alten Werkstatt:

 

- Weymouthskiefer, mindestens zwei Jahre luftgetrocknet

- Holzstärke: 20,5 mm (Außenmaß: 50,5 cm. Oder: 25 mm: Außenmaß: 51,4 cm.)

- Außenflächen: Fein geschliffen. Dreifach mit Naturfarben (Auro, Livos: Baubiologisch anerkannt.) lasiert.

  - Brutraumzarge: Englischrot oder pastellorange. Honigraumzarge: Zyanblau und grasgrün.  

- Eckverbindungen: Fingerzinken, wasserfest verleimt. Keine Schrauben, keine Nägel, kein Metall.

- Boden:  Sperrholzplatte, eingeleimt in zwei 2,5 cm  hohe Weymoutskieferrahmen. Fluglochbreite: 35 cm. Höhe: 8 mm. Bodenplatte: Zweifach mit Leinöl einge-lassen, mit Bienenwachs versiegelt (eingebügelt).

- Deckel: 2,5 cm Weymouthskieferrahmen. Sperrholzplatte aufgeleimt. Isoliert: Ligningebundene Weichfaserplatte.

- Adamfütterer: 7,5 cm lichte Höhe. Aufstieg: mittig über der 3. Wabengasse (Jungvolkbildung, Völker sitzen seitlich.) Innen zweifach mit Leinöl eingelassen. Versiegelt mit Bienenwachs.

 

Preisliste, 12 er Dadant:

Boden:                        35.-

Deckel:                       23.-

Brutzarge                  44.-

Honigzarge:              34.-

Adamfütterer:           35.-

 

Bestellung:                  bis zum 15. Februar für die laufende Saison

Fertigstellung:             31. März

Bezahlung:                   bar, bei Abholung

 

10 er-Dadant

 Pro Einheit: 3 € Preisnachlass.

 

 

 

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