Bioland-Imkerei Alte Werkstatt
Bioland-Imkerei Alte Werkstatt
 

Neuigkeiten aus der Alten Werkstatt & Fragmente aus der imkerlichen Jahresarbeit

Kerzenziehen im Advent

 

Am Samstag, dem 17.12., von 14.00 bis 16.00 Uhr, für Kinder ab sechs Jahren,

in adventlich-heimeliger Athmoshäre.

 

Kosten: je nachs Wachsverbrauch. Bitte voranmelden: 07505/635, F&C Jung, Am Schmiedebrunnen8, Fronhofen.

16.00 bis 16.30 Uhr: Offene Werkstatt: Vorführung der mobilen Wachszieherei.

 

 

 

 

 

Winterzeit - Zeit der gespeicherten Sonne, Zeit des Bienenwachses

  • Winterzeit ist die Zeit des Kerzenscheins und gleichzeitig die Zeit der Wachsverarbeitung. Diese Zeit endet nach altem Brauch mit Maria Lichtmess.
  • Ein Endprodukt: Handgezogene Bienenwachskerzen. Für Kerzen dieser Stärke sind ungefähr 50 Tauchgänge notwendig. Und, wie werden sie dann so glatt? Auch das ist Handarbeit. (Sobald Bienenwachskerzen der Luft ausgesetzt sind, beginnen sie äußerlich zu oxidieren. Diese feine Schicht lässt sich mit einem Baumwolllappen abwischen.)

"Isch des a Honigschleider? Aus Holz?", fragen manche Honigkunden.

 Nein, ist es natürlich nicht. Diese beiden freilaufenden Walzen haben wir gebaut, um Wachsstöcke aus Bienenwachs herzustellen. Ob uns das gelingen wird, wissen wir im Augenblick noch nicht.

Zwischen den beiden hözernen Walzen wird Bienenwachs verflüssigt, der Docht durchgezogen und anschließend auf die Walze gespannt. Wechselseitig. Immer wieder, bis der gezogene Docht die passende Stärke hat, daher "Wachsziehen".

 

Nach zwei Wintern Tüftelei und viel Handarbeit: Wir sind soweit. Die Wachszieherei funktioniert ...endlich!



 

 

Die mobile Wachszieherei

 

Hier die Bilddokumentation der Wachsziehmaschine und der ersten gezogenen Kerzen!

 

 

Die Bienenwabe und ihr Wachs - der Boden des Imkers oder Wabenbau und Bienenvolk sind eins

Damals, vor mehreren Jahrzenten, als es um die Nachrüstung mit Pershing II-Raketen ging, damals, als sich die AKW-Gegner mit den Nachrüstungsgegnern zusammentaten -ich war dabei-, damals, als die allermeisten Menschen noch so was von technikgläubig waren und sich einbildeten, sie müssten dann in Zukunft weniger arbeiten, damals, als Tschernobyl noch ein funktionierendes Werk mit dem schlummernden Potenzial eines radioaktivitätausspeienden Ungeheuers war, damals, als sie uns noch erzählten- und zu viele glaubten es gerne-, wenn man ein AKW abschalten würde, gingen die Lichter aus, das war die Zeit, als unsere Bienen von der Varroamilbe heimgesucht wurden. Und, damals ertönte allerorten der Ruf nach Hilfe gegen die Milbe, und dieser Ruf fand dort Gehör, wo damals fast jeglicher Ruf aus Ackerbau- und Viehzucht Gehör und Echo fand: bei der chemischen Industrie.

Schon damals machten wir das nicht mit. Und wir büßten jahrelang dafür: Mit immer wiederkehrenden Völkerverlusten und Völkerschwächungen. Schon damals begegneten wir der Varroamilbe nur mit organischer Säure, der Ameisensäure. Es dauerte einige Jahre, bis wir "über dem Berg waren". 

 

Seit ungefähr 20 Jahren haben wir einen eigenen "Wachskreislauf". Das war die schiere Notwendigkeit, denn es gab kein akarizidfreies Bienenwachs zu kaufen und wir stellten gerade um auf Modified Dadant. Schließlich wurde akarizidfreies Bienenwachs aus der Dritten Welt angeboten - aber das lehnten wir ab.

 

Inzwischen  verkaufen wir akarizidfreies Wachs!

Unsere Wabe.

 

  • So lassen wir bauen, denn wir meinen, dass wir den Bienen, ihrer genetisch vorgegebenen Verfasstheit und  den von äußeren und inneren Gegebenheiten bedingten Notwendigkeiten, wie sie der "Bien" wahrnimmt, näher kommen, als mit ganzen "Mittelwänden".

Sehr interessiert verfolgen wir Diskussion und praktische Arbeiten mit den sog. kleinen Wabenzellen. Nachdem die Brüder Lusby in den USA fast alle ihre Völker verloren hatten, wagten sie einen Neuanfang und gaben den verbliebenen Völkern vorgefertigte Mittelwände mit kleinen Wabenzellen, ca. 4,8 mm Zelldurchmesser. In Deutschland wurden und werden derzeit ebenfalls Versuche von einzelnen Imkern durchgeführt.

 

Wir haben bei unseren Bienen nun wiederholt die Zellen vermessen und stellten für den Naturbau immer dasselbe fest: Unsere Bienen bauen Zellen von 5,3 bis 5,4 mm Durchmesser. Nicht erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Biene beim Ausziehen der Wabe ihren eigenen Körper als Maßstab nimmt (Tautz). Und Tautz hat auch beobachtet und photographisch festgehalten, dass der Wabenabstand genau so groß ist, dass zwei Bienen -Rücken an Rücken- aneinander vorbeikommen. Also lässt sich der Wabenabstand ebenfalls nicht einfach verringern.

 

Von der Mittelwand zum Anfangsstreifen

Nach dem Gießen der Mittelwand wird sie  "besäumt", d.h. die überstehenden Kanten werden weggeschnitten. Nun wird die Mittelwand mit dem Rillrädchen in Anfangsstreifen aufgeteilt, die bis zum Einlöten gelagert werden.

 

Unten:

Halbwaben für den Honigraum nach dem Einlöten des Anfangsstreifens, die anschließend in die Honigräume kommen. Die Bienen bauen sie aus und füllen sie mit Nektar aus der Frühjahrstracht.

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